In der Präzisionsteilefertigungsindustrie sind Aluminiumlegierungen aufgrund ihres hervorragenden Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht und ihrer günstigen Bearbeitungseigenschaften zum bevorzugten Material in zahlreichen Sektoren geworden. Wenn Ingenieure jedoch vor den beiden gängigen Aluminiumsorten – 6061 und 7075 – stehen, müssen sie oft fundierte Entscheidungen auf der Grundlage spezifischer Anwendungsanforderungen treffen.
Aluminium 6061 gehört zur Serie der wärmebehandelbaren, aushärtbaren Al-Mg-Si-Legierungen mit einer Zugfestigkeit von etwa 276 MPa und einer Streckgrenze von rund 241 MPa. Dieses Material ist bekannt für seine ausgezeichnete Schweißbarkeit und Korrosionsbeständigkeit. Im Gegensatz dazu gehört Aluminium 7075 zur Serie der ultrahochfesten Al-Zn-Mg-Cu-Legierungen und erreicht eine Zugfestigkeit von bis zu 572 MPa und eine Streckgrenze von rund 503 MPa.
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Aluminium 6061 bietet eine ausgezeichnete Bearbeitbarkeit mit relativ geringen Schnittkräften, geeignet für Hochgeschwindigkeitsschneiden mit typischen Schnittgeschwindigkeiten von 600-1200 m/min. Aufgrund seiner höheren Härte verursacht Aluminium 7075 einen schnelleren Werkzeugverschleiß während der Bearbeitung; Hartmetallwerkzeuge werden empfohlen, wobei die Schnittgeschwindigkeiten typischerweise auf 300-600 m/min begrenzt werden.
Aluminium 6061 wird häufig in Anwendungen eingesetzt, die gute Schweißbarkeit und Korrosionsbeständigkeit erfordern, wie z. B. Fahrradrahmen, Kameragehäuse und Zubehör für die Schifffahrt. Aluminium 7075 wird hauptsächlich für tragende Strukturbauteile mit hohen Festigkeitsanforderungen verwendet, wie z. B. Flugzeugstrukturteile und mechanische Komponenten unter hoher Belastung.